85,9 Prozent aller Autofahrer ziehen Winterreifen auf

Die Ergebnisse im Detail

Dortmund, 6. Oktober 2009. Im Auftrag der deutsche internet versicherung ag befragte TNS Emnid am 28. und 29. September in einer repräsentativen Blitzumfrage insgesamt 1.003 Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 60+ Jahren. Die Fragestellung lautete:

"Werden Sie das von Ihnen regelmäßig genutzte Auto in diesem Winter mit Winterreifen ausrüsten?"

  1. Die Tendenzen:

    • Die mittlere Altersgruppe der Autofahrer setzt überproportional oft Winterreifen ein.
    • Je höher der Bildungsstand, desto höher ist die Bereitschaft, das Auto mit Winterreifen auszustatten.
    • Je höher das Haushaltsnettoeinkommen ist, desto signifikant häufiger werden Winterreifen eingesetzt.
    • Am größten ist die Winterreifennutzung in den Bundesländern Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg; deutlich geringer ist sie in Nordrhein-Westfalen und im Osten.
    • Mehrpersonenhaushalte fahren häufiger mit Winterreifen als Singlehaushalte.
  2. Antworten von Grundgesamtheit und Teilgruppe Autofahrer

     Von den insgesamt 1.003 befragten Personen
     (Grundgesamtheit) antworteten:
     (in Prozent)
     Ja: 71,0
     Nein: 11,6
     Ich nutze kein Auto: 16,6
     Weiß nicht: 0,8
     
     Von der Teilgruppe Autofahrer antworteten:
     (in Prozent)
     Ja: 85,9
     Nein: 14,1
  3. Ergebnisse nach einzelnen Merkmalen der Befragten

    Alter

    Mit 93,3 Prozent beantworten Personen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren überproportional häufig mit Ja auf die Fragestellung. Am geringsten ist die Nutzung von Winterreifen in der Altersgruppe der bis 59 Jahre alten Autofahrer, die nur zu 82,9 Prozent Winterreifen aufziehen, sowie die jüngsten Autofahrer, die nur zu 82,8 Prozent auf Winterreifen fahren.

    Bildungsstand

    Weit unterdurchschnittlich setzen Personen Winterreifen ein, die einen unteren Bildungsabschluss aufweisen. Personen ohne Lehre nutzen ihr Auto nur zu 75,3 Prozent mit Winterreifen. Mit zunehmender Bildung wächst die Bereitschaft. Vor allem Personen mit einem mittleren oder höheren Bildungsabschluss setzen auf Winterreifen: 88,9 mit mittlerem und 87,5 Prozent mit Abitur oder Hochschulabschluss fahren mit Winterreifen.

    Haushaltsnettoeinkommen

    Wenig überrascht das Ergebnis beim verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen. Haushalte mit mehr als 2.500 Euro monatlichem Einkommen fahren ihre Autos zu 93,4 Prozent mit Winterreifen. Bei den Autobesitzern mit weniger als 1.000 Euro reduziert sich die Bereitschaft zur Winterreifennutzung auf nur 69,1 Prozent.

    Regionalverteilung

    Weit überdurchschnittlich oft nutzen Autofahrer Winterreifen mit 93,5 Prozent in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Sie werden mit 93,8 Prozent nur noch von den Menschen in Baden-Württemberg überboten. Schlusslicht bildet allerdings Nordrhein-Westfalen, wo nur 77,4 Prozent mit Winterreifen unterwegs sind. In Sachsen und Thüringen fahren 80,2 Prozent mit Winterreifen, in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind es 81 Prozent.

    Haushaltsgrößen

    Am wenigsten ausgeprägt ist der Winterreifeneinsatz in Ein-Personenhaushalten. Hier werden nur 77,3 Prozent der Fahrzeuge für die kalte Jahreszeit angemessen ausgestattet. Am höchsten ist die Winterreifennutzung mit 89,3 Prozent in Drei-Personenhaushalten. Mit zunehmender Personenanzahl gibt es einen leichten Rücklauf: Haushalte mit vier oder mehr Köpfen nutzen nur noch zu 88,8 Winterreifen.